Norwegen: 2001 war das erste Jahr ohne zentrales Abkommen; Indikator der Verdienststreuung: Die in den Berechnungen verwendeten Verdienstschätzungen beziehen sich auf die Bruttoverdienste der Vollzeitbeschäftigten. Diese Definition kann jedoch von Land zu Land leicht variieren. Weitere Informationen zu den in den Berechnungen verwendeten nationalen Datenquellen und Ertragskonzepten finden Sie unter: www.oecd.org/employment/outlook. Australien hat keine sektoralen Verhandlungen, sondern eine Form von branchen- oder berufsweiten Regelungen, sogenannte modern Awards, die branchenspezifische Lohnuntergrenze festlegen, die je nach Qualifikationsniveau variieren. Während etwa 36 % der Arbeitnehmer direkt von Tarifverträgen erfasst werden, sind weitere 23 % nur durch Prämien abgedeckt. Das heißt, etwa drei Fünftel der Arbeitnehmer haben Löhne, die nicht vom Arbeitgeber und dem einzelnen Arbeitnehmer bestimmt werden, sondern entweder durch Tarifverhandlungen oder eine externe Regulierungsbehörde. Dies liegt deutlich über dem durchschnittlichen Tarifabschluss in der OECD. Das System besteht seit mehreren Jahrzehnten und eine ähnliche Organisationsvereinbarung gab es in Neuseeland bis 1991 – siehe Peetz und Rasmussen (2018[68]) für eine detaillierte Analyse der Funktionsweise der Modern Awards. Vier Merkmale werden untersucht, um zu analysieren, inwieweit Tarifverhandlungen ihre Renditen komprimieren können (Abbildung 3.5): ein höheres Alter, männlich, eine bessere Ausbildung und eine höhere Dienstalter am Arbeitsplatz (gemessen an der Anzahl der Jahre im Unternehmen). Alle vier weisen in der Regel steigende Renditen in Mikro-Level-Analysen auf, was bedeutet, dass ältere, männliche, gebildetere und erfahrenere Arbeitnehmer tendenziell mehr verdienen. Die Rolle der Lohnkoordinierung zwischen sektoralen (oder unternehmensorientierten) Vereinbarungen, wie z. B.

der Festlegung gemeinsamer Lohnziele, um den makroökonomischen Bedingungen Rechnung zu tragen. Eine Koordinierung kann auch in Bezug auf die Arbeitsbedingungen stattfinden, z. B. Ausbildung und Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Alles in allem hat sich die Charakterisierung und Abschätzung der wirtschaftlichen Auswirkungen von Tarifverhandlungssystemen als große Herausforderung erwiesen, die zu einer Vielzahl von Indikatoren für die Zentralisierung und Koordinierung sowie zu ökonometrischen Spezifikationen geführt hat. Tschechische Republik: Der ausgehandelte Lohn umfasst nur Vereinbarungen mit vereinbarten Nominallohnänderungen. Nr. 19. Verglichen mit einer OLS-Regression, die ein oder zwei Kollektiv-Schnäppchen-Attrappen umfasst, hat die Zerlegung von Juhn-Murphy-Pierce (JMP) den Vorteil, dass sie alle verschiedenen Teile der Analyse in diesem Abschnitt verschachtelt.

Die Alternative zur Zersetzung des JMP bestünde darin, Umgewichtungsmethoden anzuwenden, wie sie von DiNardo, Fortin und Lemieux (1996[92]) populär gemacht wurden. Diese Umgewichtungsmethoden sind jedoch besonders sensibel für das Problem des Mangels an gemeinsamer Unterstützung, d. h. der Initiierung von Merkmalen, die in einem Tarifsystem üblich sind, in einem anderen jedoch nicht. Aus diesem Grund können sie in diesem Zusammenhang nicht verwendet werden. Die Taxonomie der Tarifverhandlungssysteme wird dem Dashboard in Kapitel 2 entnommen. Darin wurde ein Klassifizierungssystem vorgeschlagen, das sich auf zwei Hauptaspekte stützt: i) den Grad der Zentralisierung, der durch das vorherrschende Verhandlungsniveau gekennzeichnet ist, sowie die Regeln und die Anwendung von Verlängerungen, Ausnahmeregelungen, Opt-outs und dem Grundsatz der Begünstigung; und ii) den Grad der Lohnkoordinierung zwischen den sektoralen Vereinbarungen. Anhang 3.A enthält weitere Einzelheiten.

Es wurden die folgenden fünf Kategorien von Tarifverhandlungssystemen ermittelt:12 . 5 = Höchst- oder Mindestlohnsätze/-erhöhungen basierend auf: Hinweis: Die Ergebnisse basieren auf den Regressionen des Stundenlohns der Log-Stundenstunden auf die branchenübergreifende Arbeitsproduktivität der Log-Stundenstunden. Zu den Regressionen gehören die Dummys für das Landjahr und die Wechselwirkungen der Log-Produktivität mit Lohnkoordinations-Attrappen und tarifgebundener Tarifsicherung. Niedrige, mittlere und hohe Tarifabdeckung enden durch die Durchschnittswerte für das untere Drittel, das mittlere Drittel und das obere Drittel bei der Verteilung der Deckungsquoten in der Stichprobe.